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Additives Manufacturing: Welche konkreten Vorteile hat dieses Verfahren? Wie nutze ich sie?

Das Additive Manufacturing-Verfahren wurde in den 1990er-Jahren zur schnellen Herstellung von Werkzeugen eingeführt. Es ist für industrielle Anwendungen gedacht und ist heute so weit entwickelt, dass es zur Produktion von kleinen oder sogar mittelgroßen Produktserien geeignet ist. Die Grundlagen dieser Technologie sind heute allseits bekannt und große Unternehmensgruppen kommunizieren aktiv in der Fachpresse über Demonstratoren und einzelne Success Stories.


Wir stellen jedoch fest, dass das Additive Manufacturing in Wirklichkeit in äußerst geringfügigem Maße effektiv umgesetzt wird, da die konkreten Vorteile nicht eindeutig bestimmt sind. Eine Industriegesellschaft sollte sich jedoch für das Potenzial dieser Innovation interessieren, die bei Geroski und Marksides (1) immerhin als „Strategie“ bezeichnet wird, und dafür, welchen bedeutenden technologischen Fortschritt sie darstellt, der große Auswirkungen auf das Unternehmen und seine internen Kompetenzen hat.

1.Markides, C.C. and Geroski, P.A. (2005) Fast Second : How Smart Companies Bypass Radical Innovation to Enter and Dominate New Markets, London, Jossey-Bass Inc Pub.

Drei Vorsichtsmaßnahmen, die bei der Untersuchung des Potenzials des Additiven Manufacturings zu treffen sind:

  • Zunächst die Vorteile dieser Technologie bemessen

    Der Misserfolg des 3D-Drucks für die breite Öffentlichkeit und die logische Folge von Aufsehen erregenden Konkursen erinnern daran, dass es vor jeglicher Investition unabdingbar ist, Überlegungen zur Verwendung des Additiven Manufacturings und den durch diese Fertigungsmethode geschaffenen Wert anzustellen.

  • Sich nicht nur von Maschinen- und Pulverherstellern beraten lassen

    Da die konkreten Vorteile dieses Verfahrens noch nicht im Detail bekannt sind, wird weiterhin hauptsächlich über die Technologie- Schiene argumentiert: Additive Manufacturing- Verfahren sollten verwendet werden, weil sie innovativ sind. Diese Werbebotschaft wird momentan vor allem von Maschinen- und Pulverherstellern verwendet, die die technischen Möglichkeiten ihrer Produkte vorstellen, ohne das Wertschöpfungspotenzial, das damit für den Kunden verbunden ist, explizit zu erläutern.

  • Sein Produktportfolio schützen

    Im Gegensatz zu den sogenannten herkömmlichen Fertigungstechnologien, sind die momentan verfügbaren Additiven Manufacturing-Verfahren nicht „offen“, in dem Sinne, dass Verfahren und Material untrennbar sind und Ihnen in der Regel auferlegt werden: Der Hersteller der Maschine verwendet nur seine eigene, „hauseigene“ Technologie, d. h. er verwendet nur eine einzige Art von Pulver, die er oft als einziger Lieferant verkauft.

Für einen wenig erfahrenen Unternehmer in der industriellen Fertigung besteht das Risiko deshalb darin, neue Produkte über ein spezifi sches Verfahren zu entwickeln und dadurch keine andere Wahl zu haben, als sich an den Hersteller zu binden.


Aus diesem Grund investieren große Unternehmensgruppen in ihre eigenen Maschinenbestand, um ihre eigenen Verfahren zu entwickeln und zu beherrschen und idealerweise alternative Materialien verwenden zu können, die frei verfügbar sind.


Um diese Hindernisse zu vermeiden und alle Vorteile des Additiven Manufacturings nutzen zu können, ist es sinnvoll, sich für den zusätzlichen Wert zu interessieren, die diese neuen Verfahren für das industrielle Gewerbe schaffen. Zu diesem Zweck sollte man sich nicht nur auf die durch das Verfahren erreichbaren Leistungen konzentrieren, sondern vielmehr auf methodische Weise ihr Wertschöpfungspotenzial mit Hinblick auf ein bestimmtes Produktportfolio untersuchen.


In einem ersten Schritt werden wir deshalb im Folgenden erklären und veranschaulichen, dass die Vorteile dieser Technologie heute hauptsächlich indirekter oder impliziter Natur sind, und anschließend die 3 großen Bereiche vorstellen, zu denen diese neue Technologie einen positiven Beitrag leistet. Danach werden wir verschiedene Ansätze betrachten, die es ermöglichen, diese Vorteile für das industrielle Gewerbe zu erkennen und zu nutzen. Und in einem letzten Schritt beschreiben wir die strukturierte Methode, die IAC bei seinen Industriekunden anwendet, um für sie eine Roadmap zur Einführung von Additiven Manufacturing-Verfahren zu erstellen.

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