Kalkulation und Anpassung der Kosten über das Benchmarking und Costing von Komponenten

Der Benchmark ist eine Bezugs- oder Richtgröße, die dem Vergleich dient. Das Benchmarking ist ein kontinuierlicher Prozess der Suche nach besseren Methoden und Verfahren anderer Unternehmen, die analysiert und verglichen werden. Die identifizierten Best Practices werden nach Anpassung an die eigene Situation im Unternehmen umgesetzt.

Beim Costing oder der Kostenrechnung geht es darum, die Kosten seiner Produkte oder Leistungen zu kalkulieren oder zu schätzen. Dafür stehen mehrere Methoden zur Verfügung: analoge, statistische und analytische. Eine zuverlässige Kostenschätzung in allen Phasen eines Industrieprojekts und insbesondere in der Vorbereitungsphase, wird immer mehr zu einer unabdingbaren Kompetenz, um für eine gute DNA seines Projekts zu sorgen und dessen Rentabilität zu gewährleisten.

Kalkulation und Anpassung der Kosten über das Benchmarking und Costing von Komponenten

Das Benchmarking: die Kunst, sich zu vergleichen, Neuerungen einzuführen und sich von den Best Practices anderer inspirieren zu lassen.

Das Benchmarking ist eine Methode, die zu Beginn der 1980er Jahre von dem Unternehmen Xerox entwickelt wurde, um eine Entscheidung bezüglich einer bedeutenden Investition zur Modernisierung der Bestandsverwaltung zu treffen. Xerox hat sich folglich für die „Best Practices der Konkurrenz“ interessiert, aber auch für die Methoden und Verfahren in anderen Branchen, die das untersuchte Thema betrafen.

Am Ende haben sie sich mit einem Sportartikel-Versandhändler verglichen, der über eine exzellente Bestellabwicklung verfügte. Dank dieses Instruments wurde Xerox in weniger als 15 Jahren mit den 3 renommiertesten Unternehmensqualitätspreisen ausgezeichnet.

Das Ziel des Benchmarkings eines Bauteils oder einer Baugruppe ist es, Verbesserungsmöglichkeiten seiner Konstruktion und/oder seines Verkaufspreises zu identifizieren.

Der erste Ansatzpunkt ist es selbstverständlich, diese Arbeit mit seinen internen Daten durchzuführen. Dadurch werden erste ungewöhnliche Punkte und die wichtigsten Kostentreiber herausgestellt. Die Methode wird häufig nur fragmentarisch angewendet, denn in vielen Unternehmen liegen die Daten nicht zentralisiert vor und sie verfügen außerdem nicht über die geeigneten Ressourcen für ein strukturiertes Knowledge Management.

IAC bietet seinen Kunden an, diesen Punkt des Datenmanagements mit ihnen zu verbessern, damit sie anschließend in der Lage sind, diese wirksame Methode umzusetzen, d. h. sobald sie vollständig entwickelt ist und kontinuierlich mit aktualisierten Daten versorgt wird.

Der zweite – häufig ersehnte, aber nur schwer umzusetzende – Ansatzpunkt, ist der, sich mit den Marktführern sowie mit anderen Branchen zu vergleichen.

Für diesen konkreten Fall bietet Ihnen The Price Hub eine einfache und schnelle Methode: In nur wenigen Klicks können Sie den Preis Ihres Bauteils mit anderen Teilen, die vergleichbare Eigenschaften aufweisen, vergleichen.

Ein Benchmarking, das sich auf das interne Knowledge Management stützt und mit externen Daten vervollständigt wird, ist für die Steuerung und Optimierung der firmeninternen Leistung ein echtes Erfolgsinstrument.

Das analytische Costing: die Kunst, die Kosten zu berechnen und sich der Realität zu stellen, um sie besser zu verstehen, um sie schließlich zu optimieren.

Auch wenn das Benchmarking eine greifbare Realität darstellt, ist zusätzlich oft die Durchführung eines analytischen Costings notwendig, um gründlich genug zu analysieren.

Das analytische Costing liefert Antworten auf 3 entscheidende Fragen:

  • Woraus besteht mein Bauteil?

    Material, verwendete Masse, etc.

  • Wie wird es hergestellt?

    Maschine, Prozesszeit, Arbeitszeit, Risiken, Abfallmaterial, etc.

  • Wo wird es hergestellt?

    Arbeitskosten, Energiekosten, m², etc. 

Die so kalkulierten Kosten werden kontrollierbaren und „vergleichbaren“ (Wiegen der Teile, Lesen der Pläne, Fabrikbesuche) physischen Faktoren (Menge der verwendeten Materialien, verwendete Maschinen, Zykluszeit, etc.) zugeordnet.

Eine der Hürden des analytischen Costings ist die Tatsache, dass zur Bewertung der Linienpläne ein gewisses Know-how erforderlich ist und dass die Kalkulationszeit folglich lang und die Datenbank umfangreich (Material, Maschine, wirtschaftliche Daten pro Land) sein können.

Angesichts dieser Feststellung bietet The Price Hub Costing-Module mit automatischer Linienplan-Generierung und direktem Lesen der Daten anhand des 3D-Plans, wodurch die Ergebnisse einer Kalkulation für ein Plastikteil beispielsweise in weniger als einer Minute vorliegen.

Das anaytische Costing wird in 3 Schritten angewendet: 

  • Verstehen

    Die Auswirkungen der Kostenfaktoren des Bauteils auflisten.

    Die Auswirkungen des Logistikplans identifizieren.

  • Die Konstruktion optimieren

    Kritische Analyse der Spezifikationen, die den Preis des Teils beeinflussen.

    Kostenkalkulation der konkurrierenden Lösungen.

    Kostenkalkulation von Konstruktionsalternativen.

  • Die industrielle Lösung und den Verkaufspreis optimieren

    Gemeinschaftliche Arbeit mit dem Lieferanten , die sich auf „Speak with data“-Fakten stützt.

    Suche nach den „Best landed“-Vollkosten.

    Festlegung eines „Target Price“ für die RFQ.

    Analyse der Angebote.

    Bewertung der Einkaufhebel.

    Bewertung der Material- und Währungsrisiken.

Das Benchmarking und die statistischen sowie analytischen Costing-Instrumente stehen nicht etwa im Gegensatz zueinander. Im Gegenteil: Sie ergänzen sich geschickt!

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